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FF-Wotzdorf :: Aus unserer Chronik - Teil 1
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Aus unserer Chronik - Teil 1

 

Das Jahr 1904 beginnt gleich mit einem Einsatz beim Brand am 10. Januar in Steinberg bei Matthias Stemplinger (Urwal). Die Stallung war in Brand geraten. Auch am 15. Juni um 5 Uhr nachmittags wird Alarm gegeben, beim Steininger in Wotzdorf brennt der Stadl.

Die Ursache für beide Brände bleibt nicht lange Ungeklärt. Es handelte sich um Brandstiftung. Hierzu schreibt der Hauzenberger Chronist am 24. Juni: Der Brandstifter der Brände in Steinberg und Wotzdorf ist entdeckt. Es ist der 9 ½ Jahre alte Bahnarbeiterssohn Jos. Stoiber von Teisnach, Reg. Bez. Viechtach. Ein ganz verwahrlostes Bürschlein. Nach viel Leugnen gestand er endlich beide Brandlegungen ein, auch gab er an, das er vorhatte, noch öfters anzuzünden. Frühere Brände bei Traunstein, welche bisher in Bezug auf Entstehung unaufgeklärt geblieben sind, fallen dem Stoiber ebenfalls zur Last. Die Brandserie in diesem Jahr geht nicht zu Ende, bereits am 22. September brennt in Hauzenberg das Freund´sche Anwesen mit Stall und Stadel und beim Stemplinger Johann der Stadel nieder. Am 22. September ist die Wehr zum Brand nach Kaltrum ausgefahren, es brannte um 1/2 9 Uhr abends das Zieringer'sche Anwesen samt Stall und Stadl nieder. Bei dem Brand ereignete sich auch ein schreckliches Unglück, indem dabei der 13 jährige Jos. Kasberger den Verbren-nungstod erleiden mußte. Bereits 8 Tage später, am 30 September brennt der Stemplingerhof. Hierzu schreibt der Chronist Rotdauscher: Kaum 8 Tage sind verflossen und schon wieder ertönte der bei Nacht so schauerliche Ton der Sturmglocke. Heute abends ½ 8 Uhr entstand im Anwesen des Bauern Alois Stemplinger in Stemplingerhof auf bisher unbekannte Weise Feuer. In wenigen Minuten war die Feuerwehr Hauzenberg abfahrbereit. Sämtliche Nebengebäude (5 Firste) wurden ein Raub der Flammen. Nur mit Mühe konnte das Wohnhaus gerettet werden. Es waren 15 Feuerwehren am Brandplatz erschienen. Nachdem die Scheune mit Getreide (es war noch nicht gedroschen) und sonstigen Futtervorräten vollgepfropft war, ist der Schaden beträchtlich. ( Stemplinger ist nicht versichert) Das Vieh konnte gerettet werden, da die Stallungen gewölbt sind. Außer Getreide und Futtervorräte sind auch fast alle Wägen und Ackergeräte verbrannt. Am 4. Oktober bricht um 5 Uhr nachmittag erneut Feuer auf dem Hof von Matthias Stemplinger aus. Es brennt der Stall und Stadel samt Nebengebäude nieder.

Nach diesem Jahr der vielen Brandkatastrophen in unserer Gemeinde war es sicherlich eine Erholung, als sich die Wehr beim Festakt und Festzug vom Bahnhof in den Markt, anläßlich der Einweihung der Bahnstrecke von Passau nach Hauzenberg am 14.November beteiligen durfte.

 

Aus der Donauzeitung:

Bei strahlend hellem Sonnenschein setzte sich der Festzug zum Markt in Bewegung, voraus die weißgekleidete Schuljugend, die Musik von Hauzenberg, die freiwilligen Feuerwehren Hauzenberg, Raßreuth, Germannsdorf und Wotzdorf. Hierauf folgte der Veteranenverein, der katholische Arbeiterverein und der Arbeiterunterstützungsverein von Hauzenberg, sämtliche mit Fahnen. Den Schluß bildeten wohl an die 200 Steinarbeiter der Herren Gebr. Kinateder.

In den folgenden Jahren ist ein deutlicher Rückgang an Bränden zu verzeichnen. Interessant ist der Eintrag in der Chronik vom 3. Ok-tober 1906. Hierbei wird bei einem Brand beim Gütler Franz Seidl in Kaltrum der Einsatz der kleinen Gemeindespritze erwähnt, die in Kaltrum stationiert war. Die geographische Lage der langgestreckten Gemeinde Wotzdorf, sowie die Straßenverbindungen (es gab nur die Straße über Hauzenberg und Lacken vom unteren in den oberen Gemeindebereich), machten wahrscheinlich eine Ausstattung des Bereichs Kaltrum - Hemerau mit Feuerwehrgerät notwendig. Am 14. April 1910 wird der Bäckermeister Matthias Krenner aus Fürsetzing zum 1. Vorstand der Wotzdorfer Wehr gewählt. Krenner wird später Bezirksbrandmeister und bleibt bis in die Wirren des zweiten Weltkrieges 1. Vorstand der Wehr.

In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg mußte unsere Wehr nur einmal zu einem Brand nach Danglmühle ausrücken. Das Anwesen von Franz Pilsl (Danglschuster) brannte vollständig nieder. Ansonsten hielt die Wehr mit Übungen, ihre Schlagkraft aufrecht, was verschiedene Inspektionen belegen. Die Übungen beinhalteten Fußexerzizium, Schulübung am Gerät und Angriffsübung am Objekt.

Über den folgenden Weltkrieg schreibt Rotdauscher in der Hauzenberger Chronik: Am 31. Juli 1914 wurde Deutschland in Kriegszustand erklärt; am 1. August wurde Mobilmachung befohlen. Ungeheure Aufregung herrschte überall. Am 2. August erfolgte Kriegserklärung an Rußland, der am 4. August die Kriegserklärung Englands an Deutschland folgte. Fast alle aktiven Feuerwehrmitglieder wurden zum Militär einberufen und die meisten derselben mußten ins Feld entweder nach Frankreich oder Rußland. Der Krieg wurde zum Weltkrieg, denn fast alle Völker der Erde nahmen an demselben teil.

In der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Wotzdorf sind während der Kriegsjahre und den ersten Nachkriegsjahren keine Aktivitäten, weder Übungen noch Einsätze verzeichnet. Die erste Übung wurde wieder am 11. April 1920 am Stadel von Matthias Falkner in Wotzdorf mit anschließendem Fußexerzieren abgehalten. Die erste Christbaum-versteigerung unserer Wehr wurde am 30. November 1924 abgehalten. Die Versteigerung fand bei Gastwirt Jo-hann Bauer (Koller) statt und brachte der Wehr Einnahmen von 155 Mark, denen Ausgaben von 94,13 Mark gegenüberstanden.

Am 21. Juni 1925 geht die zweite Feuerwehrspritze mit sämtlichem Gerät, Schläuchen und allem als Eigentum der Gemeinde Wotzdorf an die Wehr über, dieselbe bleibt jedoch in Berbing untergebracht um diese in Notfällen sofort in Händen zu haben und hat seinen Standort für immer in Berbing. Pflicht der Beteiligten ist jedoch, daß die Feuerwehrspritze richtig untergebracht und nach jedem Gebrauch wieder alles richtig instand gesetzt wird. (Der Gemeinderat; gez. Stemplinger, Bürgermeister) (Originalauszug aus der Chronik)

Zum 30.12.1926 hat die Wehr 60 aktive Mitglieder und 40 Ehrenmitglieder.

An Inventar ist vorhanden:

1 Druckspritze auf Rädern

2 Saug- und Druckspritzen 200m Hanfschläuche

1 Anstellleiter 5

5 Helme und Dienströcke

8 Steiger- und 47 Spritzenmanngurte

5 Dienstgradbeile

3 Spritzenhämmer

1 Steigerleine

1Sanitätstasche

1 Laterne


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