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FF-Wotzdorf :: Brenna Tuat´s

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"Brenna Tuat´s" - eine schreckliche Nachricht

 

Die frühere Bauweise der Häuser ganz aus Holz mit Stroh- und Schindeldächer, offene Feuerstätten und primitive Beleuchtungsarten forderten Brandkatastrophen geradezu heraus. Eng aneinander gebaute Gebäude trugen zur Ausweitung von Bränden bei. Ganze Dörfer, Märkte und Städte wurden in der Vergangenheit ein Raub der Flammen. Die größte Brandkatastrophe Europas dürfte der Brand von London im Jahr 1666 gewesen sein, bei dem 15000 Häuser vernichtet wurden. Eine Abwehr der Flammen mit primitivsten Mitteln wie Ledereimer, Reißhacken und Leitern war schlichtweg unmöglich. Trotzdem versuchte man schon immer dem Nächsten unter Einsatz von Gesundheit und Leben beizustehen und größere Feuerübergriffe zu verhindern. Auch als man später mit Hand betriebene Feuerspritzen einsetzen konnte, brachten sie keinen wesentlichen Fortschritt, da diese von Menschen oder Pferden gezogenen Fuhrwerke häufig zu spät zur Brandstätte kamen. Nicht selten fehlte es auch am nötigen Wasser zur Feuerbekämpfung. Eine schnelle Alarmierung konnte nur in der Nachbarschaft erfolgen. Es dauerte oft lange bis die Nachricht eines Brandes nach Hauzenberg gelangte, um dort von der "Stürmerin", die Katastrophe verkünden zu lassen.

Schon in der Ehafft von Hauzenberg (10) von 1359 ist folgendes unter § 16 vermerkt: Wenn bei einem Feuer auskäm, würfe derselb die Tür auf, liefe auf die Gasse und schrie mit lauter Stimme: "es prinnt, es prinnt, wollet zugehen, liebe Herren, helfet treu und erretten!" so hat er Fried und Glait 3 Tage lang und 3 Nächt. Thut er es aber nicht und wollt es vertuschen, so ist er Leibs und Guts verfallen.

Unter Bayerischer Herrschaft wurde bald eine amtliche Brandversicherung eingerichtet, wobei aber eine Mobiliarversicherung noch nicht üblich war. Gesetzliche Feuerstätten und Rauchfangschauen wurden angeordnet. Das Rauchen von Pfeiffen ohne Deckel war untersagt und wurde bei Nichtbeachtung hart bestraft. Die Bürgerschaft wurde zur Brandbekämpfung verpflichtet. Es wurde genau geregelt, welches Haus wen und wie viele Männer zur Brandbekämpfung bereitzustellen hatte. Dennoch gab es an den Brandstellen meistens ein heilloses Durcheinander. Hier nahm man sich um die Mitte des 19. Jahrhunderts mehr und mehr ein Beispiel an der straffen Organisation der Turnvereine. Exerzieren, das heißt regelmäßig üben, war nun Bestandteil der Ortsfeuerwehren. Seit es nun selbständige Gemeinden gab, wuchs auch die Verantwortung der Bürger. In den Jahren 1860 begannen Vereine sich des Feuerlöschwesens anzunehmen, es zu verbessern und umzugestalten und die Mitglieder für die Brandbekämpfung speziell auszubilden. Der niederbayerische Feuerwehrverband wurde am 29. September 1867 in Passau mit 19 niederbayerischen und 3 österreichischen Wehren ins Leben gerufen. Die Idee der freiwilligen Feuerwehr fand in der Bevölkerung ein gutes Echo, und es kam zu vielen Neugründungen. Diese waren aber oft mit Schwierigkeiten verbunden, da viele Orte zu klein und abgelegen waren.

 
Das königliche Bezirksamt Passau erließ am 27. Oktober 1870 eine Feuerlöschordnung mit folgendem Text:

 

Jede Gemeinde ist verpflichtet, die nötigen Löschgerätschaften, namentlich Feuerspritzen nebst erforderlichen Schläuchen und eine entsprechende Anzahl Feuerleitern und Feuerhacken anzuschaffen und zu unterhalten. (Artikel 3 der Gemeindeordnung)Par: 14

 

In jeder Gemeinde, in welcher nicht schon eine freiwillige Feuerwehr besteht, ist eine allgemeine Feuerwehr zu bilden.

 

Dieselbe hat aus vier Abteilungen zu bestehen:


1.) die Spritzenmannschaft

2.) die Wasserzubringer

3.) die Rettungsmannschaft

4.) die Wach- und Ordnungsmannschaft

 

An der Spitze jeder Abtheilung steht ein Führer und die gesamte Feuerwehr steht unter einem Vorstande- Kommandanten.

 

Eine erste Erwähnung der Wotzdorfer Feuerwehr findet sich in der von Otto Wirthensohn verfaßten Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Hauzenberg:


Am Donnerstag den 20. September 1900 nachts 10 ½ Uhr ertönte der Schreckensruf: Feuer! Es brennt! Berbing oder Oberkümmering war die Losung. In Wirklichkeit war es Oberkümmering mit 8 Hausnummern in der Pfarrei Hauzenberg, Gemeinde Raßberg, hart an der Straße von Hauzenberg nach Büchlberg gelegen. In dem Stadel oder der daran gelegenen Streuschupfe des dem Bierbrauer Krenn zu Hauzenberg gehörigem Ritzer´schen Bauernhofes ging das Feuer auf und breitete sich so schnell über sehr ausgedehnten hölzernen Ökonomie- Räumlichkeiten aus, daß Menschenleben nur mit großer Not dem Tode entkamen, aber 4 Ochsen, 4 Kühe, 5 Schweine und 1 Pferd dem Untergange geweiht waren. Gänzliche Windstille und belohnenswerter Mut der eiligst herbeigeeilten Feuerwehrleute bewahrte die nahe-liegenden Gebäudlichkeiten des Bauern Hirsch (Lockinger) und Uhrmachers Schwarz vor dem einäschern. Die Feuerwehren von Raßberg, Hauzenberg, Wotzdorf, Raßreuth, Donauwetzdorf, Büchlberg, Oberdiendorf, Thyrnau, Nirsching thaten ihr Möglichstes zur Rettung, doch trat für manche Spritze eine zeitweise kurze Unthätigkeitspause wegen Wassermangel ein. Am Freitag den 21. September hatte die Feuerspritze der Gemeinde Raßberg noch den ganzen Tag Arbeit, um die aufflackernden Stroh- Heu- und Streuhaufen niederzuhalten. Versicherung gering, Schaden groß, Entstehungsursache unbekannt.


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